Langzeittest: LG P970 Optimus Black

Dieses Thema im Forum "Weitere LG Smartphones" wurde erstellt von svx, 10. Okt. 2011.

  1. svx

    svx VIP Mitglied

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    [ftitle=Lieferung]Langzeittest LG P970 Optimus Black[/ftitle]


    In den nächsten acht Wochen werde ich hier meine Erfahrungen mit dem LG Optimus Black sammeln, welches ich dank der großzügigen Unterstützung der VICO Research & Consulting GmbH sowie natürlich LG und auch unserem logofreax nun in Händen halte.
    Ich - ausgerechnet ich, der Smartphones nur aus dem Fernsehen kennt und dessen bisherige Handys zu nichts gut waren als Telefonieren und SMS schreiben. Gefehlt hat mir dabei nichts, und ich wollte nie ein eigenes Smartphone haben, wozu auch? Ob mich dieses Gerät bekehren kann? Wir werden es bald wissen.

    [ftitle=inhalt]Inhalt[/ftitle]
    [flink="#unboxing"]Unboxing[/flink]
    [flink="#optik"]Optik, Verarbeitung, Ergonomie[/flink]
    [flink="#firstrun"]Inbetriebnahme und Bedienung[/flink]
    [flink="#technik"]Technik - Display, Touchscreen, Kamera, Akku[/flink]

    [flink="#media"]Multimedia - Browser, Apps, Player[/flink]
    [flink="#fazit"]persönliches Fazit - was ist gut, was weniger[/flink]

    [ftitle=unboxing]Unboxing[/ftitle]

    Das Handy kommt in einem relativ schlicht gehaltenen Karton daher. Dieser ist passend zum Namen "Optimus Black" nahezu völlig schwarz.
    Die Vorderseite ziert - wer hätte das gedacht - eine Abbildung des Handys mit hell erleuchtetem Display. Hier wird gleich klar wo der Hase langläuft: schaut her, wir haben das hellste Display der Welt! Auf der Rückseite wird diese Tatsache nochmal deutlich klargestellt: "World's Brightest Display" steht dort - naja wollen wir's mal glauben...
    Die Seiten des Kartons sind, wie allgemein üblich, mit den wichtigsten technischen Eckdaten des Handys beschriftet.

    Karton-back.jpg Karton-front.jpg

    Im Inneren befindet sich eine recht elegante Schatulle, die sich einfach seitlich aus dem Karton herausziehen läßt. Natürlich ist auch diese schwarz, einzig ein silbernes LG-Logo ziert die Oberseite, sowie die Anweisung "open here" auf der Vorderseite. Natürlich musste ich dieser Aufforderung sofort nachkommen.

    Der Deckel wird mit einem Magnetverschluß gehalten und gibt nach Öffnen sofort den Blick auf das Objekt der Begierde frei. Da ist es also - mein neues Spielzeug für die nächsten zwei Monate! Ich bin gespannt, aber sowas von!
    box-closed.jpg box-open1.jpg box-open2.jpg

    Doch zuerst wird der Inhalt weiter inspiziert. Der Träger in dem das Handy ruht lässt sich herausnehmen, darunter befindet sich das Zubehör: Steckernetzteil mit USB-Ausgang, Headset, Akku, Benutzerhandbuch (naja, Büchlein trifft's eher - kennt noch jemand die Pixi-Heftchen?) sowie das USB-Kabel für die Datenübertragung und zum Laden des Geräts.
    box-open3.jpg zub.jpg

    Das Handbuch sollte am besten sofort zur Seite gelegt werden, denn eine wirkliche Hilfe ist es nicht. Alles was dort zu lesen ist kann man genauso gut selbst ausprobieren, als Anfänger ist man hier wie da überfordert. Hier mal ein Beispiel welches mich zum Lachen gebracht hat: In den Sprachausgabe-Einstellungen gibt es einen Punkt "Pico TTS". Wer jetzt im Handbuch nachschlägt um zu erfahren was dieses Pico TTS wohl sein mag, kann dort lesen: "Pico TTS. Die Einstellungen für Pico TTS konfigurieren." ACH WAS! Ich kann also in den Einstellungen was einstellen? Das überrascht mich jetzt wirklich...
    Teilweise sind die Aussagen auch schlicht falsch. Beispiel soziale Netzerke: "Konten vom Telefon entfernen ... wählen Sie das zu löschende Konto aus und berühren Sie dann Konto hinzufügen" - ja nee, is klar...

    Genug ausgepackt! Machen wir uns bereit für die erste Inbetriebnahme.

    [flink="#inhalt"]nach oben[/flink]


    [ftitle=optik]Optik, Verarbeitung, Ergonomie[/ftitle]


    Da liegt es also nun vor mir - "mein" neues Handy. Schick isses. Was mir als erstes auffällt: das Teil ist richtig schlank! Gerade mal 9,2mm flach ist es, und dank abgeschrägter Kanten gefühlt noch dünner. Dabei liegt es auch noch super in der Hand, schon beim ersten Herausnehmen wird klar: wir haben es mit einem echten Handschmeichler zu tun, den man nur ungern wieder weglegt.
    Einziges Manko ist die zu glatte Rückseite. Ich habe regelmäßig Angst das gute Stück fällt mir irgendwann aus der Hand weil es einfach zu glitschig ist. Eine Gummierung wäre schön gewesen, so muss dann wohl doch ersatzweise eine Schutzhülle her.

    Aber ganz schön gross ist es! Gut, meine bisherigen Handys waren auch wirklich winzig, aber der Vergleich zu diesem... vielleicht mache ich mal ein Foto mit meinen "Kleinen".
    Man hat trotzdem nie das Gefühl es hier mit einem Brocken zu tun zu haben. Selbst in der für mich wichtigen Disziplin "in der Hosentasche getragen werden" kann das LG gut mithalten, allerdings macht es zum Beispiel beim Einsteigen ins Auto immer wieder darauf aufmerksam dass es noch da ist. Aber ich kann damit leben, irgendwo muss man das Display ja auch unterbringen.

    Das Design entspricht im Wesentlichen dem anderer Smartphones. Die Front besteht komplett aus Glas und wird vom 4 Zoll großen Display dominiert, die Umrandung ist schwarz. Am unteren Rand findet man die Android-üblichen Schnelltasten. Diese sind als Sensortasten ausgeführt, reagieren präzise und quittieren jeden Tastendruck mit einem Wechsel der Beleuchtung von weiß auf blau. In der Mitte des oberen Randes findet sich das LG-Logo, links davon die Frontkamera (2 Megapixel, bin gespannt) sowie der Lichtsensor - zumindest nehme ich das mal an. Genial integriert wurde der Lautsprecher, dieser befindet sich als schmaler Streifen am oberen Glasrand.

    Die Gehäuseseiten sind für heutige Verhältnisse eher spärlich bestückt: Oben findet sich der Ein-/Ausschalter sowie USB- und Audioanschlüsse, links die Lautstärkewippe und eine ominöse Taste mit der Aufschrift "G", deren Bedeutung ich im Laufe des Tests noch herausfinden werde.
    Der USB-Anschluß wird mit einem kleinen Schieber vor Staub geschützt - eine super Idee wie ich finde. Ich hasse diese labbrigen Gummistopfen, die man mühsam herausfummeln muss und die ständig im Weg sind. Die LG-Lösung ist da um Längen besser. Leider ist die Abdeckung viel zu leichtgängig, sodass man sie schnell mal unbeabsichtigt aufschieben kann und der Staubschutz dahin ist. Mal schauen wie sich das System im täglichen Einsatz bewährt.
    Was ich mich schon immer gefragt habe, bei allen Herstellern: warum gibt's Abdeckungen für alles mögliche, aber der Kopfhöreranschluß liegt offen? Staubt der nicht voll? Ist ja toll wenn der USB geschützt ist, aber ob es ständig raschelt wenn ich mein Headset einstöpsle interessiert niemanden. Naja wie gesagt, das hat nichts speziell mit diesem Handy zu tun, ist halt Standard.

    Die Rückseite - nunja, es ist halt Kunststoff... zwar anscheinend ein durchaus hochwertiger, aber mir wäre Metall lieber gewesen. Immerhin passt alles super zusammen, nichts wackelt oder knarzt, alles sitzt bombenfest.
    Auf der Rückseite befindet sich noch die Hauptkamera incl. LED-Blitz sowie ein zweiter Lautsprecher, der anscheinend Musik und Klingeltöne wiedergibt.

    front.jpg back.jpg bottom.jpg
    top-closed.jpg top-open.jpg left.jpg right.jpg
    speaker.jpg cam-front.jpg cam.jpg keys.jpg

    UPDATE Woche 2: es gibt neues zur Verarbeitungsqualität.

    Manchmal kommt der Pedant in mir durch und ich schaue etwas genauer hin. Dabe ist mir folgendes aufgefallen:
    - Die Glasscheibe ist ja vermutlich mit einem Klebepad oder einer flexiblen Klebemasse eingesetzt. Anscheinend ist diese Methode noch nicht zu 100% ausgereift, denn bei meinem Testgerät stand das Glas im oberen Bereich ganz leicht über. Nicht viel, vielleicht 0,1mm, aber bei einem Sturz ist es mir lieber der Rahmen trifft zuerst auf und nicht das Glas. Weiter unten dann das umgekehrte Bild, hier liegt das Glas ganz leicht unter dem Rahmen. Da ich natürlich alles ausprobieren muss habe ich erstmal leicht auf die obere Kante gedrückt, und nun liegt auch dort das Glas tiefer, so wie es sein soll. Mal schauen ob das auch so bleibt.
    - Ich vermute dass in der Produktion die Glasscheibe beim Einsetzen leicht verkantet wurde oder schlecht geschliffen war, denn es gibt eine ganz kleine Macke an der rechten Außenkante, ziemlich weit unten, dort wo das Display aufhört. Ist wirklich kaum der Rede wert, ich habe es gerade so eben auf ein Foto bekommen, aber halt leicht ausgebröselt, und wie das bei Glas nunmal so ist, dies könnte später auch mal zu einem größeren Riss führen.
    macke.jpg

    Ansonsten aber alles tutti, nach wie vor keine Geräusche vom Gehäuse, Touchscreen und Tasten machen ihre Arbeit gut, und anscheinend ist auch der Akku okay, dazu aber demnächst mehr.

    Update Woche 3: ich hatte bereits im Vorfeld gelesen dass die Akkuabdeckung nach einiger Zeit Geräusche von sich gibt. Auch bei mir hat sich dies inzwischen eingestellt. Je nachdem wie das Gerät gehalten wird gibt es leise Knarzgeräusche von sich. Dummerweise kommen die Geräusche vorwiegend aus dem unteren Bereich, dort wo auch das Mikrofon sitzt. Den Gesprächspartner wird es wohl nicht so sehr freuen...


    [flink="#inhalt"]nach oben[/flink]


    [ftitle=firstrun]Inbetriebnahme und Bedienung[/ftitle]

    Erstes Einschalten
    Genug geschnackt - nun aber schnell das Gerät einsatzbereit gemacht. Also - Akku rein und... öhm, Akku rein? Wie geht das hier? Die hintere Abdeckung ist aus einem Stück und läuft komplett um das Gerät, also simples Aufschieben - Fehlanzeige! An der Unterkante gibt es eine kleine Aussparung um den Deckel abzuheben. Für grobe Männerhände nicht unbedingt vorteilhaft. Auch muss man mit dem Fingernagel (oder Plektrum usw.) unter dem Rand langfahren um die kleinen Verriegelungen zu lösen, wobei sich der Deckel gefährlich durchbiegt. Immerhin - er überlebt die Prozedur ohne Schaden. Für mich ist diese Konstruktion trotzdem ein absolutes no-go! Wäre es nur das einmalige Einlegen des Akkus, okay. Aber unter dem Deckel sitzen ja auch die Sim- und SD-Karte, sodass man ihn schon hin und wieder öffnen muss. Und dabei soll ich mir jedes mal die Finger verbiegen? Na schönen Dank auch!

    Im Inneren findet sich bereits eine Micro-SD-Karte mit 2GB, schnell die Simkarte und den Akku eingelegt, und den Deckel wieder draufgeclipst. Das geht diesmal schnell und problemlos. Nun das ganze noch einschalten...

    Begrüßt wird man vom bekannten LG-Logo, was schon mal mit beachtlicher Helligkeit strahlt. Leider scheint die Frontscheibe ein ungünstiges Brechungsverhalten zu haben, denn bei starken Kontrasten wie dem weißen LG-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund ist eine deutliche Aura zu erkennen, die ich zumindest bei schwacher Raumbeleuchtung als störend empfinde.
    Nach einer kurzen Animation und den wichtigsten Grundeinstellungen erscheint auch schon der Homescreen. Hier gefällt mir das Display schon viel besser, die Schärfe ist hervorragend und die Farben leuchten, wenn auch einen Tick zu grell. Wie schon seit Jahren bei Fernsehern üblich hat man auch hier etwas zuviel des Guten getan und für knallige, aber dadurch auch unnatürliche Farben gesorgt. Ich werde später mal schauen ob sich der Kontrast etwas senken lässt.

    opencover.jpg inside2.jpg inside.jpg microsd.jpg home.jpg lglogo.jpg

    Bedienoberfläche
    Die Bedienung gibt mir als Neuling nur wenig Rätsel auf. Da fast alle Aktionen über den Touchscreen gesteuert werden ist klar: ich muss einfach nur das antippen was ausgeführt werden soll. Das ist einfach. Zusätzlich gibt es unterhalb des Displays noch vier Sensortasten für wichtige Funktionen: Menü (zum Verändern von Einstellungen oder Aufruf von Optionen), Home (bringt mich jederzeit sofort auf meinen Homescreen), Zurück (führt immer einen Schritt zurück im Programm), Suche (ja nun, führt halt eine Suche aus, klar oder?).
    Da die gesamte Bedienung ohne "echte" Tasten auskommt, ist es gut dass jeder Druck aufs Display oder die Softkeys mit einer kurzen Vibration bestätigt wird. So weiß ich immer dass ich auch wirklich getroffen habe. Natürlich kann man dies je nach Geschmack auch abschalten.

    Der Homescreen selbst ist ansprechend aufgemacht und bringt alle wichtigen Funktionen mit, ohne dass alles erst langwierig eingerichtet werden muss. Im oberen Bereich findet sich die Uhrzeit sowie eine recht hübsche Temperatur- und Wetteranzeige. Standardmäßig gibt es sieben Homescreens, von denen fünf bereits mit verschiedenen Verknüpfungen vorbelegt sind. Hier ist alles Wichtige vertreten - Browser und Mail ebenso wie soziale Netzwerke, Kalender, Medienplayer usw.
    In einer kleinen Zeile am oberen Bildschirmrand sind immer die wichtigsten Statusinformationen verfügbar, z.B. Akkuladung, Empfangsstärke, Uhrzeit, sowie Meldungen über neue Anrufe und SMS, Programm-Updates, usw. Diese Leiste kann man mit einem Wisch herunterziehen um die Informationen detaillierten ansehen zu können. Eine super Lösung, nimmt nicht viel Platz weg und trotzdem habe ich immer alles im Blick. Im ausgeklappten Zustand sind auch Bedienelemente für den Musikplayer vorhanden sowie zum Ein- und Ausschalten von Bluetooth, WLAN usw. - praktisch!
    Mittels Wischen über das Display wird zwischen den Homescreens gewechselt, dabei zeigt eine kleine Leiste im oberen Bildschirmbereich an wo man sich gerade befindet. Okay, also verlaufen kann man sich schonmal nicht...
    In der unteren Zeile finden die (nach LG's Meinung) vier wichtigsten Funktionen Platz: Telefon, Kontakte, SMS, Anwendungen. Auch beim Wechsel durch die verschiedenen Homescreens bleibt diese Leiste an ihrem Platz, was ich gut gelöst finde. Bis auf den Link zur Anwendungen-Liste sind diese auch durch eigene Verknüpfungen ersetzbar, sodass man auch Programme die man oft nutzt dort parken kann. Der Button Anwendungen hat eine Doppelfunktion: ist man bereits in der Liste der Anwendungen, findet sich dort ein Link zum Homescreen.

    UI-Homescreen1.jpg UI-Homescreen2.jpg UI-Homescreen3.jpg UI-Homescreen4.jpg

    Die Reaktionsgeschwindigkeit ist absolut ausreichend, größere Verzögerungen oder Ruckler konnte ich bisher nicht entdecken. Auch bei Spielen hat man nie das Gefühl der Prozessor wäre zu schwach auf der Brust. Lediglich wenn mehrere Anwendungen im Hintergrund aktiv sind, wie Musikplayer, Messenger, womöglich noch ein Softwareupdate usw., kommt es schon mal vor dass auf Eingaben nicht sofort reagiert wird, das kommt aber selten vor und eine wirklich längere Pause hatte ich bislang noch nie.

    Was mich aber extrem stört ist: die wenigsten Programme haben eine Option zum Beenden. Klar - mit dem Home-Button kommt man immer aus dem Programm raus, aber man weiß nie ob das Ding nun im Hintergrund noch was tut oder nicht. Das stört jetzt nicht die Performance, da Android eine gerade nicht genutzt Apps bei Bedarf anhalten oder aus dem Speicher holen kann wenns eng wird, nur verhält sich eben jede Apps anders beim Verlassen - die eine wird komplett beendet, die nächste angehalten, und wieder eine andere bleibt einfach aktiv, ob ich das nun will oder nicht. Klar, das liegt nicht an LG, sondern an den Programmierern, nur ich teste halt zufällig dieses Gerät und mich nervt dieses Verhalten gerade. Beispiel: ich möchte zum Relaxen eine Runde Poker spielen. Danach verlasse ich das Programm und alles ist gut. Stunden (oder Tage) später bekomme ich in der Android-Statuszeile eine Meldung von der Poker-App dass jemand mit mir spielen will oder irgendeine tolle Bonusaktion läuft. Was soll denn sowas? Kann Google nicht eine Funktion zwingend vorschreiben um über die Menütaste das Programm schließen zu können? Klar, ich kann das jederzeit manuell über den Appmanager tun, weil ich ja auch zuviel Zeit habe. Grrr... Egal, genug über Android gemeckert, es überwiegen natürlich trotzdem die guten Seiten, keine Frage.

    [flink="#inhalt"]nach oben[/flink]

    [ftitle=technik]Technik - Display, Touchscreen, Kamera, Akku[/ftitle]

    das Display
    Zum Thema Display: die Helligkeit ist wirklich enorm. Ich habe mal versucht das auf Fotos festzuhalten, aber natürlich ist es besser sowas live zu sehen.
    Hier lehnt das Handy direkt am Display meines Laptop. Okay, die IBM-Geräte sind zwar nicht gerade Strahlemänner, trotzdem hätte ich nicht mit einem derartigen Unterschied gerechnet.
    Im ersten Bild ist die Helligkeit beim Handy auf Automatik gestellt, schätze sie war auf ca. 30% runtergeregelt. Für das zweite Bild habe ich die Helligkeit manuell auf 100% eingestellt. Beim Laptop waren es in beiden Fällen 100%! Glaube man kann schon erahnen was das Display leistet.
    Allerdings ist auf jeden Fall die automatische Regelung die bessere Wahl, denn bei voller Helligkeit habe ich schon nach wenigen Sekunden nicht mehr draufschauen können, das ist einfach zu grell und in der Praxis unnötig, außer vielleicht im Skiurlaub.
    helligkeit.jpg helligkeit2.jpg

    Im letzten Foto habe ich versucht die bereits erwähnte "Aura" um die Symbole mit aufs Bild zu bekommen. Mein Eindruck vom Display am zweiten Tag: super für den Außeneinsatz bei hellem Tageslicht, aber abends im Bett nur im sogenannten "Energiesparmodus" zu ertragen, sonst Kopfschmerzgefahr.
    display-aura.jpg

    Überhaupt scheint bei den Entwicklern die Priorität nicht unbedingt auf naturgetreuer Darstellung zu liegen, sondern darin im Elektronikmarkt möglichst auffällig vor sich hin zu strahlen.
    Immer wieder stört mich ein leichter, aber wahrnehmbarer Gelbstich, auch sind die Farben zu kräftig, was Fotos immer etwas künstlich wirken lässt. Der Schwarzwert gefällt mir gar nicht - wenn man abends im Bett einen Film schauen will der viele dunkle Passagen enthält wirkt das Schwarz immer eher wie Dunkelgrau, ähnlich wie bei sehr billigen PC-Monitoren.
    Auch ist mir aufgefallen dass tagsüber, wenn ich im Wohnzimmer sitze und das Handy ein wenig hin und her drehe, die Helligkeit zu hektisch nachgeregelt wird, was nach einer Weile doch arg stört. Ich habe mir zum Vergleich mal das N8 meiner Freundin geschnappt, hier ist der Effekt deutlich weniger ausgeprägt. Also - es geht auch anders.
    Aber es gibt auch Lob: die Brillianz begeistert mich immer noch, man hat nicht das Gefühl vor einem Computerdisplay zu sitzen, es ist eher als würde man ein Foto auf Hochglanzpapier betrachten. Das habe ich bisher so noch nie gesehen, auch die üblichen glänzenden Laptop-Displays sind längst nicht auf diesem Niveau. Hierfür - Hut ab! Trotzdem würde ich, wenn es mein Gerät wäre, als erstes eine matte Schutzfolie besorgen. Warum? Wenn ich in den Spiegel schauen will gehe ich ins Bad! Das ist auch der Grund warum mir niemals ein Laptop mit glänzendem Display ins Haus kommt - zuviele Spiegelungen.

    Touchscreen
    Die Bedienung des Touchscreen funktioniert problemlos, auch mit etwas dickeren Fingern. Alles flutscht so wie es soll und reagiert schon bei leichter Berührung. Super. Schnell habe ich auch das rein- und rauszoomen mit zwei Fingern raus. Selbst die relativ kleinen Tasten in der Portraitansicht treffe ich gut, nur selten kommt es zu Fehleingaben. Eine "richtige" Tastatur vermisse ich kaum noch, was ich persönlich so nicht erwartet hätte. Einzig das Layout gefällt mir nicht, da ich zu oft nach irgendwelchen Sonderzeichen suchen muss. Aber dafür gibt es ja reichlich kostenlose Alternativen, somit also auch kein echtes Problem. Alles im allem: auch für Anfänger ist die Bedienung per Touchscreen eine super einfache und problemlose Angelegenheit.

    Tastatur-LG.jpg Tastatur-HTC.jpg Tastatur-8Pen.jpg

    Update 1
    Gerade habe ich ein sehr seltsames Phänomen entdeckt: Das Handy hängt ja seit einiger Zeit an meinem Laptop zum Aufladen. Ich dachte gerade: spielste vorm Schlafengehen noch ein wenig dran rum. Erstmal schön Google-Konto hinzufügen.
    Aber Pustekuchen, der Touchscreen spielt völlig verrückt! Buchstaben treffen unmöglich, teilweise passiert garnichts oder das Ding tippt selbständig vor sich hin...
    Okay, keine Panik, erstmal die Schutzfolie abgezogen, vielleicht ist die nicht so toll. Keine Änderung.
    Gerät neu gestartet - nix. Immer noch wildeste Reaktionen. Auch auf dem Homescreen kein genaues Navigieren möglich.
    Verdammt! Das Teil wird doch nicht nach so kurzer Zeit hin sein? Dann die zündende Idee: erstmal das Ladekabel abstöpseln.
    Und - wer hätte das gedacht: Alles läuft als wäre nie etwas gewesen! Verrückt, oder? Wie kann denn das USB-Kabel den Touchscreen so durcheinanderbringen?
    Naja, wird die nächsten Tage nochmal genauer getestet. Aber jetzt erstmal in die Heia, morgen ist auch noch ein Tag.

    Update 2
    Habe gerade ein wenig Musik auf die Speicherkarte kopiert. Dazu muss natürlich das Handy wieder an den USB-Port meines Laptops. Ratet was passiert? Genau - wieder spinnt der Touchscreen völlig rum! Absolut unbedienbar das Teil, schon der Lockscreen ist eine Qual, von Texteingabe ganz zu schweigen. Selbst die Sensortasten funktionieren so gut wie garnicht! Kaum ist der Stecker draußen läuft alles wieder super! Hier muss LG unbedingt nachbessern, ein Gerät in diesem Zustand auf den freien Markt zu werfen ist eine Frechheit!

    Kamera
    Die Qualität der Kamera bewegt sich auf, sagen wir mal, gehobenem Handy-Niveau. Nicht schlecht, aber kein Ersatz für eine anständige Digitalkamera.
    Zur Abwertung führen die teilweise etwas matten Farben, die mangelnde Lichtempfindlichkeit, sowie die Auflösung. Zwar stehen 5 Megapixel drauf, aber da Details sehr verwaschen aussehen bewegt man sich effektiv eher auf 2 Megapixel-Niveau. Bei gutem Licht sind die Aufnahmen aber absolut in Ordnung und wie gesagt für ein Handy garnicht übel.
    Videos sind auch in akzeptabler Qualität möglich, mit ein paar Einschränkungen: Auflösung und Farbwiedergabe gefallen mir durchaus, nur leider gibt es keinen Bildstabilisator was natürlich regelmäßig zu verwackelten Aufnahmen führt. Ärgerlich ist auch eine weitere Besonderheit: Bei wechselnden Lichtverhältnissen, zum Beispiel einem Schwenk von einem helleren Bereich in einen dunklen, wird zwar die Belichtung entsprechend nachgeregelt, dies aber in relativ groben Stufen. Somit bekommt man im fertigen Video unschöne Helligkeitssprünge. Schade, denn zum Filmen hätte die Kamera durchaus Potenzial. So aber ist die Videofunktion für mich absolut nicht nutzbar.

    Ein paar erste Testbilder der Kamera möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Hier zuerst die Innenaufnahmen:
    Es handelt sich um Teile unserer Chili-Ernte, als Untergrund habe ich einen Couchtisch gewählt, den wir mit alten Fotos beklebt haben, die allesamt schwarz-weiß sind, sodass man einen Eindruck vom Weißabgleich bekommt. Sonnenlicht gab es nahezu keines, nur die Deckenleuchte, also eher mittelmäßige Lichtverhältnisse.

    Es gibt vier Varianten des Fotos. Getestet habe ich den automatischen und manuellen Weißabgleich, jeweils mit automatischem Fokus und als Makroaufnahme.

    Zum Vergleich habe ich die gleichen Bilder nochmal mit einem Nokia N8 gemacht.
    Ihr seht immer abwechselnd ein Bild des LG und eins des Nokia, ich hoffe dadurch kann man die Aufnahmen einigermaßen vergleichen. Alle Bilder wurden mit 3 Megapixeln aufgenommen.
    Zur Unterscheidung sind alle Fotos mit Handymodell und Einstellungen beschriftet.

    Wie man sehen kann sind im direkten Vergleich die Farben des LG deutlich matter. Insgesamt ist auch ein etwas höheres Rauschen zu erkennen, vor allem aber sind die Kanten ausgefranst, was bei mir den Eindruck einer Interpolation erweckt. Das Nokia ist bei allen Bildern einfach knackiger, die Farben leuchten, wenn auch einen Tick zu grell. Einzig der automatische Weißabgleich gefällt mir beim LG besser. Zwar stellt das N8 die Fotos auf dem Tisch absolut Farbneutral dar, die ist aber nicht wirklich natürlich, denn es handelt sich um alte Aufnahmen die schon ganz leicht vergilbt sind. Ansonsten sieht das LG aber keine Sonne.
    Nicht falsch verstehen: Für Schnappschüsse reicht die Kamera allemal, die Qualität ist durchaus okay und vom Niveau her über manchen Einsteiger-Digitalkameras. Aber seht selbst:
    LG-makro-auto.jpg N8-makro-auto.jpg LG-makro-innen.jpg N8-makro-warm.jpg LG-normal-auto.jpg N8-normal-auto.jpg LG-normal-innen.jpg N8-normal-warm.jpg

    Falls jemand wissen möchte wie die Lowlight-Qualität ist hier noch was zum gucken - gestern auf dem Winterdom in Hamburg (klitzekleines Video auch dabei):
    IMG127.jpg IMG126.jpg
    [video=youtube;9406gxZdnlo]http://www.youtube.com/watch?v=9406gxZdnlo[/video]

    Und hier noch ein paar Außenaufnahmen. Wie man auf den Bildern sehen kann war es bewölkt und nicht super hell, aber normalerweise sollte eine Kamera auch unter diesen Verhältnissen brauchbare Bilder liefern. Ich habe alles mit Automatikprogramm sowie verschiedenen Zoomstufen fotografiert. Die Qualität ist, sagen wir mal, durchwachsen. Ein paar Bilder kann man gebrauchen, andere eher weniger. Vernehmbares Rauschen sowie mangelnde Schärfe sind zu beklagen. Würde man seine Urlaubsfotos auf diese Weise knipsen, könnte man sich darauf einstellen dass ein paar schöne Momente unwiederbringlich verloren sind. Schade, aber immer im Gedächtnis behalten: es ist nur ein Handy.
    IMG192_jiw.jpg IMG193_jiw.jpg IMG194_jiw.jpg IMG195_jiw.jpg IMG196_jiw.jpg IMG197_jiw.jpg IMG198_jiw.jpg IMG199_jiw.jpg

    Zwei Videos habe ich an dem Tag auch gemacht, hier ist die Qualität nochmal ein Stück schlechter, für mich unbrauchbar. Vor allem weil in beiden (!) Videos an einer Stelle das Bild ganz kurz steht, scheinbar ist das Handy mir dem Speichern nicht hinterhergekommen.
    [video=youtube_share;nGaOETkOYOU]http://youtu.be/nGaOETkOYOU[/video][video=youtube_share;6wp1w3N5ijI]http://youtu.be/6wp1w3N5ijI[/video]

    Das gute Stück hat auch eine zweite Kamera, zum Beispiel für Videotelefonie oder einfach Selbstportraits. Diese erreicht zwar nicht die Qualität der Hauptkamera, aber ich finds okay. Hier mal zwei Bilder bei Kunstlicht:
    IMG165.jpg IMG164.jpg

    Lautsprecher
    Der Lautsprecher für Klingeltöne und Musik hat mich leider nicht überzeugen können. Die Gründe dafür sind folgende:
    - der Klang ist, naja, so lala... Natürlich erwarte ich von einem Handy keinen mörderischen Bass-Wums, das ist klar. Aber gegen mein All-Time-Favourite, das Samsung SGH-I300, hat dieses Gerät null Chance. Ohne Equalizer geht eh garnichts, es fehlt nicht nur Bass, sondern auch Höhen. Mir gefällt hier am besten die "Dolby Mobile"-Einstellung, damit kann man es aushalten und für den Strand reichts, aber Musikgenuss ist anders. Wie gesagt, wenn ich nicht schon anderes gehört hätte...
    - viel schlimmer ist aber die Position: wer hatte denn die dämliche Idee den Lautsprecher so weit nach unten zu setzen? Durch diese seltsame Position deckt man den Brüllschlitz immer mit der Hand ab, egal ob man das Handy nun in der linken oder rechten Hand hält. Soll heißen: wer das Gerät in der Hand hat hört so gut wie garnichts mehr. Ob das wirklich so gedacht war?

    Akkulaufzeit
    Für mich ist die Laufzeit eines Handys sehr wichtig und bisher auch der Grund mir keins dieser neumodischen Smartphones mit Riesendisplay und Mörder-Prozessor zu holen. Mein altes Samsung hat bis zu 4 Wochen ohne Steckdose durchgehalten, mein erstes "Smartphone", das Siemens SX-1, hatte Probleme einen Tag zu schaffen - sowas möchte ich nie wieder erleben.
    Ich habe mehrere Postings gefunden in denen sich über die Akkulaufzeit des LG beschwert wird, manch einer lädt sein Handy wohl zweimal täglich.
    Dies kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich bin mit der Ausdauer absolut zufrieden, wenn man die gebotenen Möglichkeiten und die Displaygröße einbezieht.

    Gestern habe ich mal versucht den Akku möglichst schnell leer zu bekommen. Akku voll geladen und los: Wlan eingeschaltet und Messenger immer im Hintergrund aktiv, Display-Off nach 30 Minuten, damit das Teil nicht ständig dunkel ist. Ich habe dann alles mögliche durchprobiert: Browsen, ein paar Spiele, Youtube schauen, Musik hören, Apps installieren, zwischendurch auch mal GPS und Bluetooth an, usw.
    Das habe ich den ganzen Abend lang durchgezogen und das Handy nur selten aus der Hand gelegt. Nach sechs Stunden (!) hatte der Akku dann noch 9% Restladung. Wohlgemerkt das Display war während dieser Zeit nicht eine Sekunde lang aus!
    Mit diesem Ergebnis bin ich vollauf zufrieden. Sechs Stunden Dauerbetrieb bei eingeschaltetem Display und laufenden Apps ist für mich okay. Klar - mehr geht immer, aber zumindest einen Tag sollte man auch bei stärkerer Nutzung durchaus schaffen. Ein wenig Vernunft gehört nunmal dazu: Helligkeit nicht ständig auf 100%, Wlan und Bluetooth auch mal aus lassen, und schon läuft die Kiste.
    Wenn man sein Handy nutzt wie ich, also eigentlich nur um im Notfall erreichbar zu sein und ein paar SMS täglich, sollte eine Woche ohne Laden machbar sein.

    Eins noch zum Thema Display, weil ja immer behauptet wird es verbraucht so viel Strom: Ich habe auch mal getestet wie der Verbrauch ist wenn das Display dauerhaft an ist, dafür aber sämtliche Verbindungen aus und der Prozessor wenig belastet, also möglichst wenige Hintergrundanwendungen. In diesem Fall hält der Akku etwa 11 Stunden. Auch hier für mich ein absolut vernünftiger Wert.

    [flink="#inhalt"]nach oben[/flink]

    [ftitle=media]Multimedia - Browser, Apps, Player[/ftitle]
    vorinstallierte Apps
    Damit man gleich loslegen kann sind bereits einige Apps ab Werk dabei, zum einen die Standards wie Browser, Mail, Kontakte, Kalender, Rechner etc., aber auch verschiedene Nachrichtenquellen, Maps, ein Office-Programm, Youtube, diverse Social Networks (Facebook, Twitter, Myspace) sowie ein paar Dinge die ich als Smartphone-Neuling noch nicht einordnen kann: Latitude, Places, SmartShare, RemoteCall... nun ja, ich werde sicher noch herausfinden wozu der ganze Kram gut ist.

    der Browser und ich
    Heute Morgen hat mich der eingebaute Browser erstmal ein wenig verrückt gemacht.
    Browser gestartet, Google aufgerufen, Suchbegriff eingetippt und dann - tja, wenn man das Ganze jetzt noch irgendwo bestätigen könnte... die "Lupe" zum Bestätigen der Eingabe wird nicht angezeigt, auch nach Neuladen der Seite nicht. Cache gelöscht, wieder probiert - nüscht!
    Na toll, wenn schon Google nicht geht... komischerweise funktionieren andere Seiten. F4M, Facebook usw. laufen ohne Probleme. Allerdings: ich meine mich zu erinnern dass man bei Facebook früher von der mobilen zur Desktopansicht umschalten konnte, es gab einen Link ganz unten auf der Seite. Hat man den entfernt? Seltsam. Wie komme ich nun an meine geliebte klassische Ansicht?
    Egal - garnicht lange rumexperimentieren, es gibt ja noch andere Browser, und ich wollte eh einen Blick auf den Market werfen. Also mal schnell Opera runtergeladen. Den Market finde ich halbwegs übersichtlich, auch wenn die einzelnen Rubriken manchmal Fragen aufkommen lassen. Aber zur Not gibt's ja eine Suchfunktion.
    Opera läuft super auf dem LG, die Geschwindigkeit und Darstellung überzeugen mich völlig. Hier finde ich auch schnell eine Einstellung um Seiten in der Desktopansicht darzustellen. Damit sieht mein Facebook auch wieder aus wie immer. Schöne Sache.
    Aber trotzdem muss die blöde Google-Seite auf dem mitgelieferten Browser ja irgendwie funktionieren. Ich versuche es, wie von Windows seit Jahren gewohnt, erstmal stumpf mit einem Neustart. Und siehe da, schon hat Google seine Lupe wieder und ich freue mich. Allerdings fühle ich mich ein wenig wie ein Betatester - hoffentlich kommen solche Fehler nicht öfter vor...
    - Update Woche 3: der Browser tut weiterhin was er soll, der beschriebene Ausfall war wohl ein Einzellfall. Mittlerweile habe ich mich auch an den Standardbrowser gewöhnt und nutze Opera nur noch wenn ich zwingend die Desktopansicht einer Seite benötige.

    Kamera
    Die Kamera-App ist intuitiv zu bedienen und bietet viele Einstellmöglichkeiten:
    - Blitz: Auto, Rote-Augen-Reduzierung, immer ein, immer aus
    - Zoom
    - Belichtung
    - Umschaltung Front-/Rückkamera sowie Foto/Video
    sowie ein Einstellungen-Menü mit folgenden Punkten:
    - Fokus: Auto, Makro, Fortlaufend (was auch immer das ist), Gesichts-Tracking, Manuell
    - Bildgröße: 5M, 3M, 2M, 1M, VGA
    - Bildmodus: Normal, Portrait, Landschaft, Sport, Sonnenuntergang, Nacht
    - Iso: Auto, Iso 100,200,400,800
    - Weißabgleich: Auto, Innen, Sonnig, Neonlicht, Bewölkt
    - Farbeffekt: ohne, Sepia, S/W, Negativ, Lebendig, und weitere
    - Timer: aus, sowie 3, 5, 10 Sekunden
    - Aufnahmemodus: Normal, Serienaufnahme, Fokussierte Aufnahme (nur Zentrum ist scharf), Smile Shot, Beauty Shot
    - Bildqualität: Superfein, Fein, Normal
    - Automatische Anzeige: Ein, Aus
    - Auslöseton: 4 verschiedene sowie aus
    - Tag-Standort: Ein, Aus

    Natürlich braucht man diese Einstellungen nicht ständig, es reicht auch die App zu starten und ein paar Schnappschüsse zu machen. Wobei - Schnappschuss ist wohl übertrieben, es dauert eine gefühlte Ewigkeit vom Drücken des virtuellen Auslösers bis das Bild endlich im Kasten ist. Zum Scharfstellen braucht die Kamera irgendwas im Bereich 1,5 Sekunden, also deutlich zu langsam um im richtigen Moment auf den Punkt auszulösen. Nun ja, es ist eben nur ein Handy...

    Was mir fehlt ist die Möglichkeit für die Fokussierung nicht nur die Bildmitte verwenden zu können, aber für sowas hat man ja noch eine "richtige" Kamera

    Richtig nervig ist allerdings folgendes: Zwar kann der Auslöseton deaktiviert werden, trotzdem ist es unmöglich, z.B. bei Feierlichkeiten lautlos zu fotografieren, denn diese dämliche Teil bimmelt jedesmal los um zu signalisieren dass nun scharfgestellt ist. Was für ein Quark, wer hat das denn programmiert? Also entweder ganz oder garnicht. Gott sei Dank gibt es auch andere Kamera-Apps, die wirklich ohne Geräusche auskommen.

    Bei der Videofunktion sind die Einstellungen ähnlich, hier gibt es natürlich die Wahl der Auflösung, mit oder ohne Ton, sowie auch wieder Weißabgleich, Farbeffekt, Qualität, und Dauer (hier kann auf MMS-Größe beschränkt werden). Leider kann der wirklich nervige Ton beim Starten und Stoppen einer Aufnahme nicht abgestellt werden, aber wie schon gesagt, gibt auch andere Apps.

    Zur Qualität der Fotos und Videos hatte ich ja schon unter [flink="#technik"]Technik[/flink] einige Beispiele abgeliefert.

    UI-Cam4.jpg UI-Cam1.jpg UI-Cam2.jpg UI-Cam3.jpg

    Musikplayer
    Auch wenn ich praktisch nie Musik übers Handy höre, ausprobieren musste ich es natürlich.
    Der Player gibt keine Rätsel auf. Er spielt einzelne Titel, Alben, Interpreten oder Playlisten. Shuffle und Repeat sind da, auch Playlists erstellen ist kein Problem. Natürlich ist auch der obligatorische Klangverschlimmbesserer an Bord, landläufig Equalizer genannt.
    Ein Headset wird mitgeliefert, dieses taugt dank eingebautem Mikrofon auch zum Telefonieren. Es hat diese Silikonstöpsel die ich so hasse. Egal, zum Testen wirds schon gehen.
    Habe ich gesagt es taugt auch zum Telefonieren? Korrigiere - es taugt NUR zum Telefonieren! Wer mit dem Handy ernsthaft Musik hören will sollte auch gleich einen vernünftigen Kopfhörer dazukaufen, denn die Beipackdinger nerven echt. Und das ist wörtlich gemeint, denn leider haben die Stöpsel einen arg überzogenen Präsenzbereich, was zwar beim Telefonieren toll ist und für gute Sprachverständlichkeit sorgt, beim Musikhören aber schnell in Streß ausartet. Man hat regelmäßig das Gefühl die Interpreten würden einen anschreien - das ist nicht das was ich möchte.
    Also schnell meine ollen Sonys aus der Schublade gekramt. Damit sieht wie Welt schon wieder besser aus - es könnte zwar ein winziger Tick mehr Tiefbass sein, aber insgesamt ist das Klangbild durchaus ausgewogen. Allerdings konnte ich ein leichtes Rauschen vernehmen, obwohl nicht einmal der Equalizer eingeschaltet war. Seltsam. Beim Hören einiger mir bekannter Stücke stellte sich heraus dass scheinbar eine ganz leichte Kompression vorhanden ist, sprich die sehr leisen Töne werden etwas angehoben, was natürlich je nach Aufnahme auch ein Rauschen mit sich bringt. Für das Hören unterwegs eigentlich nicht schlecht, denn man hat ja meist Hintergrundgeräusche, und so ist die Musik ein wenig durchsetzungsfähiger. Interessanterweise gibt es beim Equalizer nicht nur die Einstellung "aus", sondern zusätzlich auch "bypass" - damit scheint auch die Kompression Geschichte zu sein. Überhaupt ist für jeden die passende Einstellung dabei - insgesamt 22 Presets stehen zur Auswahl. Na wer's braucht...
    Zusammengefasst kann ich sagen der Player hat mich voll überzeugt. Er spielt Musik, hat sinnvolle Einstelloptionen, und der Klang ist sehr angenehm, sofern man das mitgelieferte Headset garnicht erst auspackt.

    Musik1.jpg Musik4.jpg Musik2.jpg Musik3.jpg

    Galerie
    Seine gesammelten Fotos schaut man sich in der sogenannten Galerie an. Die einzelnen Ordner werden als Fotostapel angezeigt, was recht nett aussieht. Klickt man auf einen der Stapel, werden die Fotos wie gewohnt in einem Raster angezeigt und können mit dem Finger nach links und rechts durchgescrollt werden. Mittels tippen auf ein Foto wird dieses in der Großansicht angezeigt und es erscheinen weitere Optionen, z.B. Versenden als Mail, MMS oder über soziale Netzwerke, auf Bilderhoster laden, Bild drehen, zuschneiden, und einiges mehr. Natürlich kann man auch ins Bild reinzoomen usw., wie üblich.

    Galerie1.jpg Galerie2.jpg Galerie3.jpg Galerie4.jpg

    Facebooking
    Natürlich muss ich auch mal checken wie Facebook auf dem Handy funktioniert.
    Netterweise gibt's da ja "Facebook for LG". Sieht auch ganz hübsch aus, ist übersichtlich und funktioniert. Was will man mehr? Man kann sich die neuesten Nachrichten anzeigen lassen, seine Fotos, Freundesliste usw...
    Fotos hochladen und mit Text versehen ist super einfach, so mag ich das.
    Seltsam finde ich allerdings - das Teil zeigt mir 6 neue Nachrichten an, tatsächlich ist es aber nur eine. Beim durchschauen habe ich ein paar ältere Dinge gefunden die als ungelesen angezeigt werden obwohl das nicht so ist. Die Desktopversion zeigt auch brav nur eine neue Nachricht an. Komisch.
    Schade auch: es gibt zwar ein Widget für Facebook, dieses liefert aber nur die News von der Pinnwand , sonst nix. Für mich völlig unbrauchbar, wenn nicht mal der Posteingang angezeigt wird.
    Auch ein zweites Widget habe ich getestet, leider kann auch dies nicht mehr als die Neuigkeiten. Ärgerlich, aber vielleicht finde ich noch eine Alternative.

    LG-Version: Facebook-LG5.jpg Facebook-LG1.jpg Facebook-LG2.jpg Facebook-LG3.jpg Facebook-LG4.jpg

    Standard-Version: FB1.jpg FB3.jpg FB2.jpg FB4.jpg

    [flink="#inhalt"]nach oben[/flink]

    [ftitle=fazit]persönliches Fazit - was ist gut, was weniger[/ftitle]
    Mein Eindruck nach nun fast acht Wochen mit dem Optimus Black ist ein wenig gespalten.
    Was mir immer noch super gefällt ist das Design, die Leuchtkraft des Displays, die Geschwindigkeit (bis auf kleine vereinzelte Aussetzer), den super empfindlichen Touchscreen, auch die Laufzeit ist durchaus okay.
    Es gibt aber auch Dinge die mich wirklich nerven, wie die Detailverarbeitung, der auffällige Gelbstich und die ungleichmäßige Ausleuchtung, die fehlende Entspiegelung, der lästige USB-Bug und andere Kleinigkeiten. Alles Dinge die vielen Menschen vermutlich nichtmal wirklich auffallen, aber bei der Preislage (ohne Branding und Simlock aktuell im Bereich um 300 Euro) muss ein Handy einfach perfekt sein. Perfekt für mich.

    Wer einfach ein nett designtes Smartphone mit großem und hellem Display sowie vernünftiger Leistung sucht wird mit dem LG sicher sehr zufrieden sein. Ich denke das wird auch die Zielgruppe sein - der Massenmarkt (sofern sich der Preis etwas weiter unten einpendelt). Echte Android-Tüftler werden vielleicht einen Dualcore-Prozessor oder mehr Speicher vermissen, Musikliebhaber einen besseren Lautsprecher, und diejenigen die viel draußen unterwegs sind eine Entspiegelung. Darum kann ich auch keine allgemeingültige Empfehlung abgeben. Jeder sollte in Ruhe überlegen welche Punkte ihm bei einem Handy wichtig sind und ob das Optimus diese erfüllt.

    Darum hier nochmal die Tops und Flops im Überblick:

    + Design: mir gefällt die Optik richtig gut, natürlich wie immer Geschmackssache

    + Betriebssystem: ich mag Android. Obwohl ich damit vorher nie zu tun hatte komme ich super klar, Bedienung, Geschwindigkeit und Stabilität überzeugen, viele Apps im Market, Spracheingabe funktioniert super

    + Vorinstallierte Apps und Homescreens sorgen für problemlosen Start, auch Einsteliger kommen sofort zurecht

    + Touchscreen reagiert super empfindlich und genau, super auch die darunterliegenden Softkeys

    + Laufzeit für die Leistung durchaus gut, ein Tag ist immer drin, bei geringer Nutzung fast eine Woche

    ~ Display: jederzeit ausreichende Helligkeit, satte Farben, vernünftige Auflösung, geringer Verbrauch
    aber: kein echtes Schwarz, zu viele Spiegelungen, leichter Gelbstich, ungleichmäßige Ausleuchtung, Farben bisweilen unnatürlich knallig

    ~ Klang: über (zugekaufte) Kopfhörer auch ohne Equalizer gut bis sehr gut
    aber: über Lautsprecher und mitgeliefertes Headset absolut inakzeptabel


    - LG-Tastatur: völlig umständlich, Punkt als einziges Satzzeichen direkt erreichbar

    - Vibration etwas schwach

    - Lautsprecher ungünstig positioniert, dadurch oft abgedeckt und kaum hörbar

    - Verarbeitung könnte im Detail besser sein (Knarzgeräusche, Displayglas nicht überall bündig und an der Kante kleiner Defekt)

    - Kamera für die Preisklasse enttäuschend, Bildqualität nur für kleine Auflösungen ausreichend

    - Gerät praktisch nicht mehr bedienbar wenn über USB verbunden


    [flink="#inhalt"]nach oben[/flink]
     
    #1 svx, 10. Okt. 2011
    Zuletzt bearbeitet: 5. Dez. 2011
  2. sirrobin001

    sirrobin001 VIP Mitglied

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    Hey svx,

    den ersten Teil zu lesen hat schon richtig Spaß gemacht!
    Freu mich schon auf die Fortsetzung deiner Eindrücke mit nem Smartphone!
     
  3. crazyburn

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  4. svx

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    Tja, man passt sich halt an. Für unsere Jugend braucht man eh keine Satzzeichen, da ist der Punkt ja schon fast zu viel ;)

    Ich habe seit einigen Tagen die HTC Ime Mod Tastatur drauf und bin recht zufrieden. Es geht also auch anders.

    Nebenbei spiele ich immer mal mit 8Pen rum, gefällt mir auch immer mehr. Wenn man nicht sofort aufgibt und sich die Mühe macht eine Weile zu üben ist das bestimmt eine super schnelle und sichere Eingabemethode. Probiers ruhig mal aus...
     
  5. crazyburn

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    Was soll das denn heißen...

    ich geh auch schon stark auf die 30 zu... XD

    werd ich mal bei Gelegenheit testen...
     
  6. Qute

    Qute Neues Mitglied

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    So als kleiner Tipp der das schnelle schreiben unterstützen kann. Wenn man die Leertaste zweimal antippt wird automatisch ein Punkt gesetzt :).

    Was mich aber auch sehr stört bei der Androidtastatur ist, dass man jedesmal für ein Fragezeichen umschalten muss.
     
  7. svx

    svx VIP Mitglied

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    Naja einen Punkt habe ich ja neben der Leertaste, dafür braucht ich keine Tricks ;)

    Aber wie gesagt, ich bin mit der HTC-Tastatur super zufrieden.
     
  8. riep16

    riep16 VIP Mitglied

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    Ein sehr guter Testbericht, es ist aber gang und gäbe das bescheidene Kopfhörer mitgeliefert werden :) Außer man kauft sich ein Sensation XE :fresse
     
  9. svx

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    Danke für die Blumen - auch wenn ich noch nicht alles drin habe. :) aber ich hab's ja noch eine Weile...
     
  10. svx

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    So, nun nähert sich meine Testphase ja langsam dem Ende, daher möchte ich Euch bitten mir mitzuteilen welche Informationen Euch noch fehlen, was Ihr gern ausführlicher beschrieben hättet, von welchen Dingen ich Screenshots machen soll usw.
    Ich werde versuchen Eure Vorschläge bestmöglich umzusetzen. Vielen Dank schonmal.
     
  11. crazyburn

    crazyburn VIP Mitglied

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    wirst / hast du es behalten?
     
  12. svx

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    momentan liegt mir noch kein Angebot vor ;)

    aber ich fürchte meine Finanzen werden das nicht mitmachen... naja mal schauen.
     
  13. crazyburn

    crazyburn VIP Mitglied

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    Also wenn ich deine antwort richtig interpretiere, würdest du es nehmen wenn der preis passt...
    dann mal teuteuteu...
     
  14. svx

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    Das interpretierst Du völlig richtig. Ich will mein Fazit nicht vorweg nehmen, aber der Preis müsste schon sehr verlockend sein ;)

    --- Edit ---

    So, habe mein Testfazit hinzugefügt. Falls noch Last-Minute-Wünsche da sind bitte schnellstmöglich hier posten. Danke!
     
  15. svx

    svx VIP Mitglied

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    So, als letztes Update habe ich noch ein paar Fotos vom Wochenende eingefügt.
    Übermorgen tritt das Gerät die Heimreise an, einerseits schade, denn Android hat mich als Betriebssystem voll überzeugt, andererseits ist mir der Preis für das Gebotene einfach zu hoch. Ich werde mich aber sicher nach einem günstigen gebrauchten Androiden umschauen, denn angefixt bin ich auf jeden Fall...
     
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