Intel stellt sechskernige CPU vor

Dieses Thema im Forum "PC News" wurde erstellt von csmulo, 13. März 2010.

  1. csmulo

    csmulo VIP Mitglied

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    Intel hat in San Francisco einen neuen Prozessor mit 6 Kernen vorgestellt.
    Der Prozessor heißt Core i7-980X Extreme.
    Er soll die Nachfolge für den 4-kernigen Core i7-975 antreten und 12 Threads parallel bearbeiten können.

    Der komplette Bericht: Intel stellt sechskernigen Core i7-980X Extreme vor - WinFuture.de

    Quelle: winfuture

    mfg
    csmulo
     
  2. bigthing

    bigthing VIP Mitglied

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  3. John Locke

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    Mich würde da echt mal interessieren, wie groß der Fortschritt bei den einzelnen Kernen noch ist. Das gibt's vermutlich nicht, ne Benchmarkliste angefangen von P4 / Athlon bis zu heutigen Prozessoren, bei denen nur ein Kern getestet wird?

    Es muß ja wohl technologische Gründe haben, wieso es heutzutage einfacher und billiger ist, 2/4/6 CPUs (Kerne) zu holen, anstatt eine einzige weiter zu optimieren. Oder liegt es auch daran, dass die Betriebssysteme früher einfach zu schwächlich waren, um zwischen mehreren Kernen zu "jonglieren"?
     
  4. Protector

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    Die Nanometer Technologie wird immer kleiner und somit erhöht sie auch die Anzahl der jeweiligen Kerne, ergo kriegt man mehr raus ;)

    Also sind sie auch billiger :D
     
  5. John Locke

    John Locke Mitglied

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    Okay, aber das trifft für Einkerner ebenso wie für Mehrkerner zu und ist nichts wirklich Neues.
     
  6. Protector

    Protector VIP Mitglied

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    Naja, Ein Doppelkern ist schon effektiver als ein Ein-Kerner ;) Aber wie hoch natürlich der Nutzen eines Quad-Cores oder Hexa-Cores ist, dass muss man für sich selbst entscheiden.

    Kommt ja immer auf den Einsatzzweck an. Wobei aber GPUs eh schneller sind als CPUs :D
     
  7. Meiner Einer

    Meiner Einer Vertrauensmitglied

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    @ John Locke

    Du erinnerst Dich sicher noch an die Zeit, wo fast täglich irgendwelche Rekorde mit der Takfrequenz aufgestellt wurden. Takt zu erhöhen bringt natürlich Rechenpower!
    Aber irgendwann gab es eine Zeit, wo die Takfrequenz regelrecht stagniert hat. Keine Rekorde, keine Erhöhung mehr.

    Es gibt ganz einfach technische Grenzen dafür. Vergiß nicht, in der CPU arbeiten Millionen von Transistoren, die eben alle synchron getaktet werden müssen. Soweit eigentlich kein Problem...
    ... Wenn sie denn alle den gleichen physikalischen Abstand vom Taktgenerator hätten und alle internen Leitungen identisch lang wären. Nun ist das aber aus Layoutgründen gar nicht möglich. Auch wenn das so gut wie möglich optimiert wird, so gibt es doch nun mal Transistoren, die sich ganz dicht am Taktgenerator befinden, andere ganz weit weg.
    Wenn Du jetzt mal nachrechnest: Lichtgeschwindigkeit ca. 300000 Km/s. Bei z.B. 3 GHz Takt, als 3 Milliarden Schwingungen pro Sekunde gibt das ca. 100 mm pro Einzeltakt. Nun sind die Transistoren auf dem Chip ja nicht kreuz und quer "verdrahtet", sondern Du mußt ja wie auf einer Leiterplatte auch bestimmte Wegführungen einhalten. Dazu kommt, daß das zu verarbeitende Signal (Bitmuster) ja nicht nur durch einen Transistor läuft, sondern ja nach konkretem Befehl durch sehr, sehr viele.

    Also irgendwo gibt es ganz einfach physikalische Grenzen. Daher ist es besser (einfacher), mehrere Prozzis zu verwenden, die jeder für sich (also auch unabhängig voneinander) arbeiten können. Es gibt immer Befehle in einem Programm, die nicht zwingend voneinander abhängig sind und direkt aufeinander folgen müssen oder Du hast ganz einfach mehrere unabhängige Programme zu laufen.

    Ach so, was die Leistungsfähigkeit betrifft: Ein Proz. wie z.B. der Q6600 (bezogen auf einen Kern) ist bei gleichem Takt etwa doppelt so schnell wie ein P4.
    Die ganz Neuen der i7-Serie demgegenüber noch einmal um den Faktor 1,3 (gleicher Takt, pro Kern).
     
  8. John Locke

    John Locke Mitglied

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    Danke für die ausführliche Antwort! So ähnlich hatte ich mir das auch gedacht, aber das muss ja erstmal nichts heißen :D Daher wollte ich's mal von jemand wissen, der da etwas informierter ist.

    Scheint ja immer noch Optimierungspotenzial vorhanden zu sein. Ich hatte eher die Vorstellung, dass die Prozessorschmieden etwas faul geworden sind und kaum mehr Innovation einbrächten, sondern nur noch die Anzahl der Kerne erhöhen.

    Was mich wirklich interessieren würde ist, ob (und ggf. wann) es bei Prozessoren mal eine komplette Änderung in der Funktionsweise bzw. im physikalischen Aufbau geben wird. Gibt ja immer wieder Mutmaßungen, aber wann sich wirklich was tun wird bleibt natürlich Spekulation.
     
  9. Protector

    Protector VIP Mitglied

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    Hehe, was meinst du was ein Umbau von 45nm auf 32nm gekostet hat? :D Also ganz billig ist das nicht ;)
     
  10. John Locke

    John Locke Mitglied

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    Ne Stange Geld, wie immer :cool: Und das ist ja das Interessante daran, weil eben die Physik da immer höhere Anforderungen und damit Investitionsaufwand voraussetzt - im Gegensatz zu "pack'ma noch zwei Kerne dazu" :D Na ja, bislang haben sich die Verkleinerungen ja offenbar rentiert.
     
  11. Protector

    Protector VIP Mitglied

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    Naja die verkleinerung von 45nm auf 32 war in der Tat nicht ganz einfach. ;) Gab ja diverse Berichte darüber.
     
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